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Interview mit Manfred Tiedemann (Geschäftsführer BVPI) und Winfried Koldrack (Landesvorsitzender vpi-MV)
in der Ostseezeitung, 24./25. September 2011
„Anlässlich der BVPI Arbeitstagung 2011 in Rostock-Warnemünde kritisiert die Bundesvereinigung der Prüfingenieure den Rückgang der öffentlichen Kontrollen.“
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Ingenieure fordern Prüfpflicht auch für Eigenheime
Rund 2000 Bauprojekte werden jährlich in MV überwacht Verband
kritisiert Rückgang der öffentlichen Kontrollen.
Von Bernhard Schmidtbauer - Rostock
Möglichst billig und möglichst schnell: "Der Preisdruck in der
Bauwirtschaft hat in den letzten Jahrzehnten enorm zugenommen, die Folge
ist wachsender Pfusch am Bau" , erklärt Manfred Tiedemann,
Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik.
Der Verband hat etwa 700 Mitglieder.
Wie es um die Bauaufsicht in Deutschland bestellt ist auch darüber
diskutieren die Ingenieure bis heute auf ihrer Arbeitstagung 2011 in
Rostock-Warnemünde, Rund 400 Sachverständige aus ganz Deutschland sind
angereist.
Mecklenburg-Vorpommern gehört laut Tiedemann zu den wenigen
Bundesländern, in denen die Prüfingenieure noch in hoheitlichem Auftrag
des Staates unterwegs sind. 25 Mitglieder hat der Verband im Nordosten.
Sie und einige weitere in Bauämtern angestellte Ingenieure überwachen
alle größeren Bauvorhaben, etwa 2000 im Jahr", berichtet Winfried
Koldrack, Vorsitzender der Landesvereinigung MV. Darunter fallen laut
Bauministerium
alle Gebäude mit einer Geschosshöhe von über sieben Meter.
Immer öfter würden lhm Bauherren sagen, dass die Prüfingenieure nur Geld
kosten und nichts bringen würden. Koldrack macht eine Gegenrechnung
auf: "Ein Prüfingenieur kostet etwa ein Prozent der Rohbaukosten", sagt
er. Das wären bei 100000 Euro also 1000 Euro. Laut Verbandsstatistiken
stelle ein Prüfingenieur durchschnittlich für einen Euro, den er kostet,
Mängel im Wert von fünf Euro fest.
Um etwa Pfusch beim Bau von Eigenheimen zu vermeiden, fordert der
Verband eine Prüfpflicht für diese Gebäude. Bisher gibt es die
bundesweit einzig in Brandenburg. Dort begleiten Ingenieure jedes
Bauprojekt von Anfang bis Ende.
Das sei der Idealzustand, meint Tiedemann. Heute habe die Bauaufsicht in
vielen Bundesländern jedoch immer weniger Einfluss. Die Politik müsse
damit aufhören, die Kontrollaufgaben zu privatisieren, fordert er. Die
öffentliche 'Bauaufsicht sollte stattdessen ausreichend mit unabhängigen
Ingenieuren ausgestattet werden.
"Vor 80 Jahren fungierten die ersten Prüfingenieure noch als Baupolizei"
sagt er, Kompetenzen wie die der Polizei seien natürlich nicht
möglich. Aber: So wie jeder Autobesitzer per Gesetz einen Kfz-Brief
haben müsse, sollte jeder Bauherr ein Bauwerksbuch führen. "Darin werden
alle Planungen, alle Änderungen, alle Vorkommnisse eingetragen", zählt
Tiedemann auf. Solch ein Dokument könnte dazu beitragen, Unfälle beim
Bau und in den Jahren danach zu vermeiden. |
27.09.2011 |
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Interview
Dr. Hans-Peter Andrä
in der Preußischen Allgemeinen Zeitung und Baukammer Berlin
»Milliardenvermögen wird vernichtet«
Bausicherheit: Deregulierung und Sparzwang gefährden die Bürger - Infrastruktur verfällt langsam
Die tödlichen Einsturz-Katastrophen beim U-Bahn-Bau in Köln und bei einer Eishalle In Bad Reichenhall haben das Thema Sicherheit am Bau auf die Tagesordnung der Politik gebracht. Der Präsident der Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik, Dr.-Ing. Hans-Peter Andrä, erläutert
im Gespräch mit Rebecca Bellano die Versäumnisse. (Oktober 2010)
Interview lesen |
21.10.2010 |
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Interview
Hans-Peter Andrä im Focus
(Focus Nr. 14-2010 v. 03.04.2010)
"Sie wissen nicht was sie tun"
Der oberste deutsche Bauingenieur, Hans-Peter Andrä, warnt:
Groß-Katastrophen wie in Köln werden künftig häufiger geschehen (April 2010)
Interview lesen |
14.04.2010 |
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Auf Kontrollgang: Prüfingenieure auf deutschen Baustellen
deutschewelle | 17. März 2010
Pfusch auf dem Bau kann gefährlich werden: In Köln starben beim Einsturz
des Stadtarchivs vor einem Jahr zwei Menschen. Kontrollen hätten das
verhindern können. Sie sind fast überall in Deutschland vorgeschrieben.
Beitrag anschauen:
oder DW-TV Bauschäden (Mediaplayer) |
14.04.2010 |
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Aktuell:
Meldungen zum Einsturz Stadtarchiv Köln |
11.03.2010 |
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